Deutsch  English   Hrvatski




Tipps und Informationen

Auf dieser Seite haben wir viel Wissenswertes für Ihren Urlaub in Kroatien zusammengefaßt: ein wenig Landeskunde, Tips zu Anreise, kroatischer Sprache, sonstigem Wissenswerten und Dingen, die Sie im Kroatienurlaub besser nicht tun sollten.
Durch Klick auf die folgenden Links springen Sie direkt zum Thema.

Kroatien     Dalmatien     Anreise     Sprache
Adressen     Einreise     Achtung!     Währung
Besser nicht!     Essen & Trinken     Sonstiges


Kroatien

Das Staatsgebiet der Republik Kroatien (Republika Hrvatska) umfaßt 87.661 m² (56.592 km² Land-, 31.067 km² Seeterritorium). Kroatien hat gemeinsame Grenzen mit Slowenien und Ungarn im Norden, Serbien und Bosnien/Herzegowina im Osten sowie Montenegro im äußersten Süden. Im Westen und Südwesten grenzt Kroatien an die Adria.

Geografisch unterteilt sich Kroatien in das fruchtbare Flachlandbassin von Save und Drau im Nordosten, das bergige Karstland im Norden und im Zentrum sowie die mediterrane Küstenregion. Die Küstenregion gliedert sich in drei Regionen: die Halbinsel Istrien im Norden, die südlich anschließende Kvarner Bucht, sowie Dalmatien. Die Küste hat eine Länge von 1.778 km. Mit den 1.185 vorgelagerten Inseln (davon 67 bewohnt) summiert sich die Küstenlinie auf ca. 6.200 km.

Ein Viertel der etwa 4,5 Mio. Einwohner des Landes leben in der Hauptstadt Zagreb und deren Umland. Weitere Großstädte neben Zagreb sind Split (ca. 200.000 Einwohner), Rijeka (180.000), Osijek (108.000) und Zadar (77.000). Die Republik Kroatien ist verwaltungstechnisch in 20 Regierungsbezirke (Gespanschaften, Županije) und die gesondert verwaltete Hauptstadt Zagreb aufgeteilt.

Die Republik Kroatien ist seit dem 01.07.2013 Mitglied der Europäischen Union (EU). Das Parlament (Sabor) und der Staatspräsident werden direkt vom Volk gewählt. Kolinda Grabar-Kitarović ist Staaatspräsidentin, Andrej Plenković Ministerpräsident.




Dalmatien

Dalmatien ist die geographische Bezeichnung für die Küste der Ostadria von etwa Starigrad-Paklenica im Norden bis zur Bucht von Kotor (Grenze Kroatien/Montenegro) im Süden. Damatien ist von Norden nach Süden politisch gegliedert in die Gespanschaften Zadar, Šibenik/Knin, Split-Dalmatien und Dubrovnik-Neretva.

Die Fläche Dalmatiens beträgt etwa 12.000 km², wovon etwa 2.000 km² auf die vorgelagerten Inseln entfallen. Die gesamte Küstenlänge (mit Inseln) beträgt ca. 3.000 km, ohne Inseln sind es ca. 900 km. Der Großteil der dalmatinischen Bevölkerung lebt an der Küste, das Hinterland ist nur dünn besiedelt. Die größten Städte Dalmatiens sind Split (ca. 200.000 Einwohner), Zadar (77.000), Šibenik (50.000) und Dubrovnik (44.000).

Der dalmatinische Küstenstreifen ist größtenteils sehr schmal und nach Osten durch das Dinarische Gebirge vom Hinterland getrennt. Typisches Merkmal der dalmatinischen Küste sind die vielen Buchten und die zahlreichen, parallel zur Küste ausgerichteten Inseln und Inselchen. Bei den Inseln handelt es sich um die Gipfel eines unter dem Meeresspiegel versunkenen Hügel- und Berglandes. Die Dalmatinische Küste ist damit das Musterbeispiel des Küstentyps "Canaleküste". Die vielfältige Küste macht Dalmatien seit Jahrzehnten zu einem der beliebtesten Bootsreviere Europas.

Norddalmatien reicht etwa von den zerklüfteten Schluchten des Paklenica-Nationalparks bis zu den faszinierenden Wasserfällen des Krka-Nationalparks bei Šibenik. Zentrum der Region ist Zadar mit seiner großen Vielfalt an Baudenkmälern und einer über 2.000 Jahre währenden Geschichte. Südlich Zadar schließt sich ein fruchtbares Hügelland mit malerischen Orten (z.B. Tribunj) und mittelalterlichen Städten (Šibenik) an. Norddalmatien dient häufig als Ausgangspunkt für Bootsurlauber, die z.B. gern den wegen seiner faszinierenden Schönheit weltbekannten Kornaten-Archipel besuchen.

Mitteldalmatien: Das Gebiet zwischen Trogir und Neretva-Delta ist das Herzstück Dalmatiens. Hier finden Sie uralte Städte, Inselidyllen und das gewaltige, hinter dem schmalen Küstensaum aufragende Küstengebirge. Zentrum der Region ist die zweitgrößte kroatische Stadt Split mit dem historischen Stadtkern (Diokletianspalast). Erlebenswert sind ebenfalls die mittelalterliche Städte Trogir und das aus einer Piratenfestung hervorgegangene Omiš. Südlich schließt sich ab Brela die berühmte Makarska-Riviera an.

Süddalmatien reicht als schmaler Küstenstreifen vom Neretva-Delta bis zu Bucht von Kotor an der Grenze zu Montenegro. Südlich des Neretva-Deltas folgt der schmale, zu Bosnien-Hercegowina gehörende Korridor bei Neum. Die Metropole Süddalmatiens ist zweifellos die weltberühmte Stadt Dubrovnik (einst Ragusa). Sehr schön und gern besucht ist auch die Halbinsel Pelješac mit der längsten Festungsmauer Europas, die wunderschöne Insel Korčula und die -direkt vor der "Haustür" Dubrovniks liegenden- elaphitischen Inseln.




Anreise

Mit dem Flugzeug:
Linienflüge nach Kroatien bieten Croatia Airlines und weitere internationale Fluggesellschaften nach Zagreb und Split an; ferner fliegen mehrere Low-Cost-Airlines (z.B. TUIfly.com und germanwings.com) nach Zagreb, Zadar, Rijeka (Krk), Split und Dubrovnik. Im Sommer werden zudem Charterflüge nach Zadar, Split und Dubrovnik angeboten.

Inlandsflüge gibt es von von Zagreb nach Rijeka, Zadar, Split und Dubrovnik.

Mit dem Auto:
Für die Anreise über die Autobahn empfehlen sich folgende Routen:
München - Tauernautobahn - Villach - Karawankentunnel - Ljubljana/ Slowenien. Danach entweder über Maribor - Zagreb zur Autobahn A1 oder über Novo Mesto zur Autobahn A1 Richtung Split/Dubrovnik.

Der erholsamere Nürnberg-Pyhrn-Adria-Reiseweg führt von Nürnberg - Regensburg - Passau - Wels - Graz - Maribor - Zagreb - Autobahn A1 Richtung Rijeka - Kreuz Bosiljevo Richtung Split/Dubrovnik.

Die Autobahnen in Kroatien sind mautpflichtig. Die Maut kann auch in Euro oder per Kreditkarte gezahlt werden. Während der Hauptsaison kann es zu Rückstaus vor den Mautstellen kommen. Hinweise zum kroatischen Autobahnnetz finden Sie auf www.hac.hr.

Beachten Sie auch, daß für die Autobahnnutzung in Österreich Vignettenpflicht besteht (plus zusätzliche Tunnelgebühren auf beiden angegebenen Strecken). Die slowenischen Autobahnabschnitte sind ebenfalls vignettenpflichtig.

Mit dem Bus:
Eine viel genutzte Anreisemöglichkeit nach Kroatien ist die Busfahrt. Aus den meisten größeren deutschen Städten gibt es regelmäßige und preisgünstige Busverbindungen in alle größeren kroatischen Orte. Fahrplan- und Preisauskünfte finden Sie auf der Website von Eurolines.

Mit der Bahn:
Von Deutschland (HH-Altona, Düsseldorf, Neu-Isenburg) gibt es einen regelmäßige Verbindung mit dem Autoreisezug nach Rijeka. Häufiger als dieser Zug verkehrt der Autoreisezug (auch von Hildesheim und B-Wannsee) nach Villach, von wo es nicht mehr weit bis Kroatien ist.

Auch ohne Auto können Sie natürlich mit regelmäßigen Zugverbindungen nach Kroatien fahren. Da das innerkroatische Bahnnetz nur recht dünn ausgebaut ist, empfiehlt sich zunächst ein Fahrt nach Zagreb. Von dort können Sie -dank des sehr gut ausgebauten Überland-Busnetzes- alle Ziele in Kroatien gut erreichen.



Sprache

Das Kroatische als slawische Sprache hört sich für Menschen aus westeuropäischen Sprachräumen zunächst fremd an. Die Sprache ist auch nicht leicht zu erlernen - hier ist klar im Vorteil, wer z.B. in der Schule schon einmal eine slawische Sprache gelernt hat.

Die Verständigung in Kroatien stellt dennoch kein Problem dar: in fast allen Orten mit touristischer Infrastruktur (und nicht nur dort) beherrschen viele Kroaten Deutsch. Das liegt einerseits an der langen touristischen Tradition in Dalmatien (auch schon aus Zeiten Ex-Jugoslawiens). Andererseits trifft man erstaunlich viele Kroaten, die lange Zeit als Gastarbeiter in Deutschland oder Österreich gearbeitet und die Sprache nicht verlernt haben. Viele jüngere Leute sprechen Englisch. Auch italienische Sprachkenntnisse sind in Dalmatien verbreitet.

Da viele Hinweisschilder auch zusätzlich in Deutsch und Englisch beschriftet sind, stellt die Verständigung in der Regel kein Problem dar. Wie überall auf der Welt kommt es aber auch in Kroatien sehr gut an, wenn man ein paar "Brocken" der Sprache beherrscht. Sie werden auf Freu(n)de stoßen, wenn Ihr Bemühen bemerkt wird. Das wird stark anerkannt und als nette Geste eines lieben Gastes gesehen.

Einige Hinweise zur Aussprache des Kroatischen und ein paar wichtige Worte und Redewendungen haben wir hier für Sie zusammengestellt.




Adressen

Einige wichtige Adressen:
Botschaft der Republik Kroatien
Ahornstraße 4
10787 Berlin
Tel: (030) 21915514
Fax: (030) 23628965
info@kroatische-botschaft.de
http://de.mfa.hr
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Ul. Grada Vukovara 64
1000 Zagreb
Tel: (01) 6300100
Fax: (01) 6155536
deutsche.botschaft.zagreb@inet.hr
http://www.deutschebotschaft-zagreb.hr
Kroatische Zentrale für Tourismus
Kaiserstraße 23
Tel: (069) 2385350
Fax: (069) 23853520
kroatien-info@gmx.de
http://www.croatia.hr
Pannenhilfe
Hrvatski Autoklub (HAK)
Avenija Dubrovnik 44
10020 Zagreb
Tel: (01) 6611999
Fax: (01) 6623111
borsa@hak.hr
http://www.hak.hr
Wichtige Telefonnummern:  
   
Notruf Polizei 92 oder 112
Notruf Feuerwehr 93 oder 112
Notruf Unfallrettung/Notarzt 94 oder 112
zentral aus den Mobilnetzen 112
   
Straßenwacht des Automobilclubs HAK
(ADAC/ÖAMTC-Partnerclub)
987 (rund um die Uhr), aus den Mobilnetzen 01987




Einreise

Einreisebestimmungen (Auszug):
Kroatien ist seit dem 01.07.2013 Mitglied der EU, jedoch noch nicht dem Schengen-Abkommen beigetreten. Daher müssen sich Urlauber auch bei der Einreise aus EU-Staaten weiterhin auf Grenzkontrollen, jedoch vermutlich in abgeschwächter Form, einstellen.

Für die Einreise nach Kroatien ist ein gültiger Reisepass/Kinderreisepass oder ein gültiger Personalausweis erforderlich. Ein vorläufiger Reisepass wird ebenfalls anerkannt, ein vorläufiger Personalausweis hingegen nicht. Der Eintrag von Kindern in das Reisedokument der Eltern ist nicht gültig, jeder Reisende benötigt ein eigenes Dokument. Das Einreisedokument muss für die Dauer des Aufenthalts gültig sein. Wird keine Erwerbstätigkeit in Kroatien ausgeübt, besteht für Aufenthalte bis zu 90 Tagen keine Visumspflicht. Alleinreisende Minderjährige sollten eine Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten bei sich führen, eine gesetzliche Verpflichtung dazu besteht allerdings nicht.

Nach dem kroatischen Ausländergesetz müssen Ausländer nachweisen können, dass sie über ausreichende finanzielle Mittel verfügen. Von Reisenden ohne Visapflicht können die Grenzbehörden bei der Einreise im Einzelfall einen entsprechenden Nachweis verlangen. Der Nachweis kann in Form von Kredit- und Bankkarten, Schecks oder anderen finanziellen Mitteln erfolgen.

Ausländer müssen sich in Kroatien innerhalb von 48 Stunden bei der Polizei oder über das örtliche Tourismusbüro anmelden. Selbiges gilt beim Einklarieren mit dem Schiff. Bei der Unterbringung in einem Hotel, in einer Pension oder auf dem Campingplatz erfolgt die Anmeldung in der Regel durch deren Besitzer. Bei privater Unterbringung kann der Gastgeber die Anmeldepflicht übernehmen. Individualreisende müssen ihrer Anmeldepflicht selbst nachkommen. Bei Zuwiderhandlungen drohen Bußgelder.

Zollvorschriften:
Seit dem 01.07.2013 ist Kroatien Mitgliedsstaat der EU. Der Warenverkehr innerhalb der EU ist grundsätzlich frei. In bestimmten Fällen sind aber besondere Formalitäten, Mengen-Obergrenzen (z.B. für Tabakerzeugnisse und Alkoholika) zu beachten oder Steuern zu entrichten. Genaue Angaben können beim kroatischen Zoll oder auch beim deutschen Zoll abgefragt werden.

Haustiere können ohne weitere tierärztliche Überprüfung zu Urlaubsaufenthalten nach Kroatien mitgenommen werden, wenn sie einen Mikrochip tragen, einen Heimtierausweis oder ein tierärztliches Zeugnis besitzen und gegen Tollwut geimpft sind.

Zollkontrollen können auch von mobilen Einheiten des Zolls auf dem gesamten Staatsgebiet der Republik Kroatien durchgeführt werden. Die verdachtsunabhängigen Kontrollen erfolgen durch dazu ermächtigte Zollbeamte und werden mit einer Anhaltekelle mit der Aufschrift "Stop Carina" angekündigt. Es sind Überprüfungen von Fahrzeugen, deren Insassen und der mitgeführten Waren, inklusive des Reisegepäcks, möglich.



Achtung!

In den bis 1995 umkämpften Gebieten besteht weiterhin eine erhebliche Gefährdung durch Landminen. Dies gilt insbesondere für die damaligen Frontlinien. Betroffen sind folgende Gebiete:

Ostslawonien (30 bis 50 km vor der Grenze zu Serbien und an der Grenze zu Ungarn, insbesondere Gebiete um Vukovar und Vinkovci); Westslawonien (Gebiet Daruvar, Pakrac, Virovitica); das westliche und südwestliche Grenzgebiet zu Bosnien und Herzegowina (der Raum südlich von Sisak und Karlovac, östlich von Ogulin, Otocac, Gospic, am östlichen Stadtrand von Zadar und im Hinterland der Küste zwischen Senj und Split und in den Bergen südöstlich von Dubrovnik).

Nähere Informationen zu Gebieten, in denen eine Gefährdung durch Minen besteht, sind auf der Homepage der kroatischen Minenräumanstalt Hrvatski centar za Razminiranje (HCR) auch in englischer Sprache abrufbar. In diesen Gebieten wird dringend davor gewarnt, die Straßen und Wege zu verlassen. Achtung: Minen wurden oft dicht am Straßenrand verlegt. Minenfelder sind gewöhnlich durch gelbe Plastikstreifen abgesperrt oder durch Schilder oder Pfähle mit Plastikstreifen gekennzeichnet. Bisweilen fehlt jedoch jede Kennzeichnung. Auch Trümmergrundstücke und leerstehende Gebäude sollten auf keinen Fall betreten werden.

Es kann, wie ein Zwischenfall im Sommer 2005 auf der Insel Vis gezeigt hat, nicht ausgeschlossen werden, dass auch in anderen Gebieten, die nicht in der offiziellen kroatischen Übersicht aufgeführt sind, vereinzelt mit Landminen gerechnet werden muss.



Währung

Die kroatische Währung ist der Kuna (HRK). Ein Kuna ist unterteilt in 100 Lipa. 1 HRK entspricht etwa 0,14 EUR, ein EUR entspricht etwa 7,33 HRK (Inlandskurs).

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist bis 15.000 HRK erlaubt. Ausländische Währungen unterliegen keinen Ein- und Ausfuhrbeschränkungen, müssen aber bei Überschreitung des Gegenwertes von HRK 40.000 deklariert werden.

Der Bargeldumtausch ist in Kroatien deutlich vorteilhafter als im Heimatland. Zum Bargeldtausch stehen Postämter, Banken und offizielle Wechselbüros zur Verfügung. Häufig wird beim Bargeldtausch ein Ausweispapier verlangt. Achtung: Schwarztausch oder inoffizielle Wechselbüros haben häufig betrügerischen Hintergrund. Der Schwarztausch ist strafbar!

Auch in kleineren Orten und an Tankstellen gibt es Geldautomaten, an denen Sie mit Ihrer EC-/Maestro- oder Kreditkarte Bargeld ziehen können.

Grössere Geldbeträge (z.B. für Appartementmiete oder Yachtcharter) können in der Regel in EUR beglichen werden. Bei allen Dingen des täglichen Bedarfs wird aber die Zahlung in der Landeswährung erwartet. Damit vermeiden Sie auch längerere Wartezeiten für das Umrechnen im Supermarkt oder Restaurant, und werden nicht durch schlechte Umrechnungskurse benachteiligt.

Die Möglichkeit der Kartenzahlung ist in Kroatien weit verbreitet. Sie können nahezu in allen Restaurants, Supermärkten, an Tankstellen und in anderen Läden mit Kreditkarte zahlen. Da auch an den Autobahn-Mautstationen mit Karte gezahlt werden kann (dort auch in EUR-Bargeld), reicht es häufig, wenn Sie nicht direkt nach dem Grenzübertritt, sondern erst am Urlaubsort Kuna tauschen/ziehen.



Besser nicht!

Auch in einem so schönen und gastfreundlichen Land wie Kroatien gibt es einige Dinge, die man -teilweise selbstverständlich überall wo man Gast ist- besser beachten oder unterlassen sollte:

Feuer im Freien:
Aufgrund der trockenen Sommer herrscht zur Hauptreisezeit in Kroatien stark erhöhte Waldbrandgefahr, und das Land wird auch regelmäßig von teilweise verheerenden Flächenbränden heimgesucht. Daher ist im Sommer jegliche Art von offenem Feuer in der Natur strengstens verboten. Werfen Sie nie brennende oder glimmende Gegenstände in die Umwelt (auch keine Zigarettenkippen aus dem Auto!) und beachten Sie auch, daß Flaschen oder Glasscherben wie ein Brennglas Feuer entfachen können. Wenn Sie ein Feuer entdecken, rufen Sie ohne zu zögern die Feuerwehr unter der Telefonnummer 93.

Bei Bora auf das Meer:
Die Bora (kroatisch: Bura) ist ein kalter und wirklich sehr kräftiger (böiger) nördlicher Fallwind, der über den Gebirgskamm auf die Küste niedergeht. Normalerweise im Winter, bricht die Bura auch durchschnittlich zweimal im Sommerhalbjahr wie aus heiterem Himmel los. Das Meer ändert plötzlich die Farbe und der sehr starke ablandige Wind bläst die Wellen vom Ufer weg. Kleinere Boote sollten umgehend geschützte Buchten aufsuchen. Gehen Sie nicht mit Surfbrettern oder Luftmatratzen aufs Meer: Die Bura ist wirklich sehr gefährlich und wird von "Landratten" oder unerfahrenen Bootfahrern gern unterschätzt.

Bura & Autofahren: Bei Bura werden regelmäßig Teile der Küstenstraße und Autobahn A1 für LKW, Wohnmobile und Gespanne gesperrt. Bitte akzeptieren Sie das und diskutieren Sie nicht mit den Ordnungshütern. Die Sperrungen dienen Ihrer Sicherheit: schon häufig wurden Fahrzeuge bei Bura von der Straße geweht. Die einheimischen Ordnungskräfte können die Situation einschätzen und wissen, was sie tun.

Zu weit hinausschwimmen:
Schwimmen Sie nicht zu weit in das Meer hinaus. Nicht nur, weil auch erfahrene Schwimmer schon mal ihre Kräfte falsch einschätzen, sondern auch um schwere Unfälle mit Booten, insbesondere Motorbooten und Jetskis, zu vermeiden. Für Motorboote ist der Mindestabstand von 300 m zum Ufer vorgeschrieben, aber verlassen Sie sich nicht darauf. Als Schwimmer sollten Sie sich nicht weiter als 100 m vom Ufer entfernen. Taucher und Schnorchler, die noch schlechter als Schwimmer zu sehen sind, sind mit einer aufblasbaren Markierboje gut beraten.

Steinbohrermuscheln ernten:
Steinbohrermuscheln gelten als Delikatesse. Sie stehen allerdings unter Naturschutz und es ist streng verboten, die Muscheln herauszuklopfen und die Küste zu beschädigen.

Schnell auf der (nassen) Straße:
Fahren Sie bei einsetzendem Regen und bei Nässe sehr vorsichtig und langsam. Durch den gesammelten Staub und den vielerorts stark abgefahrenen Asphalt verwandeln sich die Straßen in eine wahre Rutschbahn, auf der Sie beim Bremsen keine Haftung haben.

Übrigens: kroatische Autofahrer neigen zu einer -diplomatisch ausgedrückt- offensiven Fahrweise. Lassen Sie sich nicht verleiten dabei mitzuhalten, sondern verbringen Sie lieber einen erholsamen und vor allem gesunden Urlaub!

Politische Gespräche:
Dalmatien ist durch den jüngsten Krieg und seine Auswirkungen ungleich stärker getroffen worden als etwa das nördlichere Istrien. Der überwiegende Teil der einheimischen Familien ist durch Kriegsteilnahme und/oder durch Opfer in der Familie betroffen. Daher sollten politische Gespräche nicht oder nur mit höchster Sensibilität und Verständnis geführt werden. Die Wunden sind noch frisch: versuchen Sie nicht darüber zu diskutieren oder nachzubohren. Sie können das als Nicht-Betroffener nur schwer nachvollziehen. Wer etwas über den Krieg erzählen möchte, fängt von sich aus damit an. Es wird aber selten vorkommen.

Die meisten Kroaten sind sehr stolz auf die noch junge Republik. Auch wenn es hier und da (nach dem Maßstab der älteren europäischen Demokratien) noch etwas knirscht und hakt: es wird mit großen Schritten daran gearbeitet. Seien Sie zurückhaltend mit Kritik und stellen Sie sich nicht überheblich und besserwisserisch dar. Das gebietet nicht nur die Höflichkeit gegenüber dem Gastgeber, es kommt auch besser an.

Falsch parken:
Vor allem in den Küstenorten herrscht im Sommer akute Parkplatznot. Bitte parken Sie nicht im Parkverbot (auch wenn Einheimische das vielleicht tun). Es wird rigoros (und kostenintensiv) abgeschleppt. Investieren Sie lieber ein paar Kuna in einen regulären Parkplatz oder gehen Sie ein paar Meter zu Fuß.

Barfuß baden:
Die kroatische Küste besteht hauptsächlich aus Fels- und Kiesufern. Daraus resultiert das unvergleichlich klare Wasser als Paradies für Schwimmer und Schnorchler. Es besteht aber auch eine erhöhte Verletzungsgefahr durch scharfe Felskanten und Seeigel. Tragen Sie besser leichte Badeschuhe. Solche Schuhe bekommen Sie auch in vielen Urlaubsorten.




Essen & Trinken

Die leckere dalmatinische Küche erleben Sie natürlich am Besten in der Konoba Lanterna in Tribunj.




Sonstiges

Autofahren:
zulässige Höchstgeschwindigkeiten in Kroatien in km/h
  PKW/Motorrad/Wohnmobil Gespann
innerorts 50 50
außerorts 90 (80*) 80
Schnellstraße 110 (100*) 80
Autobahn 130 (110*) 80
* gilt für Personen, die den Führerschein noch keine 2 Jahre besitzen


Führerschein und Fahrzeugschein müssen mitgeführt werden, die Mitführung der grünen Versicherungskarte wird empfohlen. Fahrer von fremden Fahrzeugen müssen eine schriftliche Vollmacht des Fahrzeugeigentümers vorweisen können.

Kraftstoffbezeichnungen: Diesel = Eurodiesel, Super Bleifrei = Eurosuper, Super Plus Bleifrei = Eurosuper Plus. An vielen Tankstellen wird zudem günstiges "Diesel" und "Super 95" angeboten. "Diesel" ist für LKW und landwirtschaftliche Fahrzeuge vorgesehen, "Super 95" erfüllt nicht die europäischen Qualitätsanforderungen. Beide Kraftstoffe erfüllen nicht den Standard für moderne Motoren - von der Betankung damit wird dringend abgeraten.

An den meisten Tankstellen ist inzwischen Selbstbedienung vorgesehen. Falls doch ein Tankwart kommt: achten Sie auf die richtige Kraftstoffwahl und darauf, daß das Zählwerk auf Null zurückgesetzt wurde.

Folgende Verkehrsbestimmungen weichen von den in Deutschland gültigen ab:
Außerhalb der Sommerzeit (vom letzten Sonntag im Oktober bis zum letzten Sonntag im März) muß auf allen Straßen (inner- und außerorts) auch am Tag das Abblendlicht eingeschaltet werden.

Warnwestenpflicht: Fahrer und Insassen von Fahrzeugen, die den Wagen auf Landstraßen oder Autobahnen verlassen, müssen eine Warnweste anlegen. Dieses gilt auch für Motorradfahrer, die abgestiegen sind.

Beim Überholen muß während des gesamten Überholvorganges geblinkt werden.

Kolonnenspringen ist verboten.

Schulbusse dürfen nicht passiert werden, wenn sie zum Ein- und Ausstieg anhalten.

Gespannfahrer müssen zwei Warndreiecke mitführen.

Abschleppseil/-stange und Reserveleuchten müssen mitgeführt werden.

Die Ein- und Ausfuhr von Kraftstoffen in Kanistern ist verboten.

Am Fahrzeug muß ein Nationalitätskennzeichen angebracht sein, die Kennzeichnung auf EU-Nummernschildern genügt nicht.

Die Promillegrenze liegt bei 0,5 ‰.

Achtung: Ziehen Sie auch bei Bagatellunfällen unbedingt die Polizei hinzu. Lassen Sie sich eine polizeiliche Unfallbestätigung ausstellen, da es sonst Probleme bei der Ausreise geben kann (wenn Ihr Fahrzeug Karosserieschäden aufweist).

Die Mindestdeckungssummen in Kroatien liegen deutlich unter dem deutschen Standard. Überprüfen Sie bitte Ihre Kfz-Versicherung auf ausreichenden Versicherungsschutz.

Gesundheit:
Es gibt keine über den Standard hinausgehenden Impfempfehlungen für Kroatien. Empfehlenswert ist daher die Überprüfung des allgemeinen Impfschutzes (Diphterie, Tetanus, Polio). Wie auch in Süddeutschland, Österreich und Slowenien besteht eine erhöhte Gefahr der FSME-Übertragung durch Zeckenbisse. Eine entsprechende Impfung wird empfohlen.

Das kroatische Ärzte- und Kliniknetz ist gut ausgebaut und die Ärzte sind gut ausgebildet. Viele sprechen auch deutsch oder englisch, so daß es selten zu Verständigungsproblemen kommt. Als gesetzlich Versicherter müssen Sie Ihre Behandlungskosten normalerweise vorstrecken und bekommen sie nach Vorlage des Behandlungsquittung in Deutschland (nach den dort geltenden Sätzen) erstattet. Grundsätzlich empfiehlt sich -wie für alle Auslandsreisen- der Abschluß einer Reisekrankenversicherung.

Notruf Notarzt/Unfallrettung: 94 oder 112.

Hunde:
Hunde müssen in Kroatien an der Leine geführt werden. Leinen- und Maulkorbpflicht besteht für Kampfhunde (Dobermann, American Staffordshire, Bullterrier, Pitbull, Rottweiler, Dogge, Deutscher und Belgischer Schäferhund, Japanische Kampfhunde, großer Japanischer Spitz, Mastino, Bernhardiner und deren Kreuzungen)

Klima:
Während das Klima des Landesinneren eher kontinental geprägt ist, herrscht an der Küste Dalmatiens und auf den Inseln ein ausgeprägt mediterranes Klima mit milden Wintern, angenehmen Temperaturen im Frühjahr und Herbst, sowie heißen und trockenen Sommern. Die Badesaison beginnt im Juni und dauert bis Ende September/Mitte Oktober. Dank der ausgleichenden Wirkung des Meeres sind die Temperaturen auch im Juli/August, den heißesten Monaten, erträglich.

Im Sommer steigen die Temperaturen an der Küste auf durchschnittlich 25 bis 30 °C, im Süden Dalmatiens auch häufig über 30 °C. Durchschnittlich 2.600 Sonnenstunden im Jahr sprechen für sich. Die Wassertemperaturen der östlichen Adria steigen bereits im Juni auf Werte um 20 °C. In den Sommermonaten liegen die Temperaturen regelmäßig bei 20-25 °C, so daß auch in der Nachsaison bis Mitte Oktober noch angenehme Meerestemperaturen herrschen.

Netzspannung:
220 Volt, keine Zwischenstecker erforderlich (Schuko-Stecker passen u.U. nicht oder nur schlecht)

Telefon/Internet:
D/A nach HR: 00385, Ortsvorwahl ohne Null, Teilnehmernummer
HR nach D: 0049, Ortsvorwahl ohne Null, Teilnehmernummer
HR nach A: 0043, Ortsvorwahl ohne Null, Teilnehmernummer

Zur Nutzung der zahlreichen Telefonzellen benötigen Sie Telefonkarten. Viele Telefonzellen sind auch anrufbar, die Nummer steht dann auf dem Apparat. Telefonkarten erhalten Sie in Postämtern (Pošta) und Zeitungskiosken (Trafika). Dort erhalten Sie auch Prepaid-Karten für Ihr Mobiltelefon, mit denen Sie in der Regel deutlich günstiger telefonieren als mit dem Auslandstarif Ihres Providers.

Auch in kleineren Orten gibt es inzwischen Internetcafes - ihre Zahl wächst ständig. Viele Vermieter von Ferienwohnungen bieten inzwischen ebenfalls einen Internetzugang an.

Zeit:
Es besteht ganzjährig kein Zeitunterschied zu Deutschland/Österreich.



Alle Angaben -insbesondere zu Zoll- und Verkehrsvorschriften- ohne Gewähr für Vollständig- und Richtigkeit, aber nach bestem Wissen und Gewissen!
 

© 2006-2018 Peer Stock, all rights reserved